Reviews



04/05/2004

The Last Command - BRIGHT EYES

http://www.bright-eyes.de
Review from BRIGHT EYES e-zine
AUTHOR Oliver Vollmer
MARK 10/13

ANTHENORA - The Last Command

Unsere Tätigkeit beim Bright Eyes ist zwar bisweilen sehr stressig, hat aber auch seine schönen Momente. Man sitzt entspannt bei einem Kaffee des Morgens am Schreibtisch, denkt nix Böses obwohl die Power Metal-Truppe ANTHENORA aus Italien stammt, legt die neue CD ein " um 30 Sekunden später exstatisch in der Hütte herum zu springen und den Schädel wie wild zu bangen. Geht nicht? Doch, beim schädelspaltenden Opener "The Last Command" (kein WASP-Cover) haut das hin. Dieser harte, druckvolle Thrasher extrahiert die besten Momente von Overkill und Judas Priest zu einem echten Smasher. Absolut hammerhart! Auch die nachfolgenden "Operation Sea Lion" (geiles Riff!), "Prophet Of Sorrow" (cooler Power Metal) und "Dark Alliance" (schleppend und sehr melodisch) sind mehr als überzeugend und lassen die ähnlich gearteten Outputs von Seven Witches bzw. Jack Frost lässig hinter sich. Der Rezensent denkt schon an eine Wertung im 12er Bereich nach, aber da geht's auch schon los. Im weiteren Verlauf der Scheibe (10 Songs, 52 Minuten Laufzeit), orientieren sich die Knaben aus der Autostadt Turin zu deutlich an Priest ("Hunter", "Foreteller") und es wird einmal mehr deutlich, dass der Shouter in hohen Lagen überfordert ist und dass die Hooks einfach nicht genug Widerstandsfähigkeit haben. Soll heißen, das klingt bisweilen recht schlapp ("Hunter", "Machines Of War"). Einen wirklichen Scheiß-Song gibt's aber glücklicherweise nicht und dass ANTHENORA einst die bekannteste Iron Maiden-Tribute-Band Italiens waren, lassen sie auch nicht anklingen. Nach dem saustarken Einstieg in das Album war mehr drin, aber Fans der genannten Bands oder von Primal Fear bzw. Savatage dürfen sich "The Last Command" auf dem Einkaufszettel notieren.

[back]
[top]
Player [pop out]
loading...