Reviews



24/03/2004

The Last Command - SOUNDBASE ONLINE

http://www.soundbase-online.com
Review from SOUNDBASE - ONLINE e-zine
AUTHOR S K
MARK 8,5/12

ANTHENORA - The Last Command

Erfreulich, das im metallischen Bereich ab und an aus Italien auch mal wieder was hörbares kommt. Nachdem nun jahrelang nur Epic-Tralala-Nerv-Metal aus dem stiefelförmigen Land zu uns herüberschwappten, kommt nun mit Anthenora endlich eine Band auf meinen Plattenteller, die über deutlich verchromte Eier verfügt. Die Band, zu deren Idolen Formationen wie z.B. Iron Maiden, Saxon, Black Sabbath, Judas Priest, Accept, Grave Digger und Helloween gehören, fuhr seit ihrer Gründung zweigleisig. Zum einen veröffentlichte man fleißig eigenes Material in Form mehrerer Demos, konnte sich aber parallel dazu einen Namen als Italiens bekannteste Iron Maiden Tribute Band machen. Dass man dann noch 2002 als Support auf Nicko McBrain's "Total Damage Tour" gehievt wurde, gab dem Italo-Fünfer weiteren Auftrieb, und nach einem weiteren Demo im Jahre 2002 enterte man das Remaster Studio, um endlich einen echten longplayer einzuspielen. Das Ergebnis dieser Bemühungen trägt den Namen "The Last Command" und liegt just in diesem Moment hier zur Besprechung vor. Musikalisch hangelt man hangelt man sich an seinen Vorbildern entlang, ohne diese zu kopieren. Zwar klingt immer mal wieder das ein oder andere bekannte Element durch, aber das geschieht eher beiläufig und unauffällig, so dass man Anthenora im Großen und Ganzen bestätigen kann, ihren eigenen Stil gefunden zu haben. Sollte man einzelne Songs aus dem insgesamt 10 Tracks (plus 1 Hidden Track) umfassenden Gesamtwerk hervorheben, so drängt sich einem sicherlich gleich der Opener und Namensgeber für dieses Album "The Last Command" auf, der von schnellen, knackigen Riffs, treibenden Drums und einem rau-melodiösen Gesang dominiert wird. Aber auch das folgende, von Open Chords eröffnete "Operation Sea Lion", dass mich ein wenig an eine coole Annihilator Nummer erinnert und etwa im schnelleren Mid-Tempo Bereich angesiedelt ist, läuft gut ins Ohr rein. Mit "Dark Alliance" hat man eine interessante, abwechslungsreiche und sehr verspielte langsame Groove-Nummer am Start. Die eingängigste Nummer auf "The Last Command" dürfte "Machines of War" sein, zumindest hab ich mich dabei ertappt nach Ende der CD gedankenverloren den Refrain dieser Nummer vor mich hin zu summen. Fazit: "The Last Command" ist ein mehr als anständiges Long-Play Debüt, mit dem Anthenora bestimmt den ein oder anderen Metalhead, der wie ich auf NWOBHM, Power Metal und ähnliches steht, überzeugen. Man darf gespannt sein, was da noch kommen wird. 8 œ Punkte!

[back]
[top]
Player [pop out]
loading...